Schwer vorstellbar, aber der spanische Wissenschaftler Juan Antonio Martínez hat an mehreren Probanden die menschliche Möglichkeit der “Echo-Ortung” erprobt. Tatsächlich soll es ihm gelungen sein, den Studenten das “Sehen durch Hören” (ähnlich wie bei der Technik in U-Booten) beizubringen. Anstoß für die wissenschaftliche Arbeit war u.a. ein amerikanischer (mittlerweile verstorbener) blinder Jugendlicher, dem es möglich war, trotzt seiner absoluten Blindheit z.B. Rad zu fahren. Interessantes Video darüber: (Youtube-)Link.
Doch nicht nur Blinde können diese Fähigkeit erlernen:
[...] Nach Aussagen des Forschers kann im Prinzip jeder Mensch die Echo-Ortung erlernen. “Zwei Stunden Training pro Tag für einige Wochen reichen, um zu erkennen, ob sich vor einem ein Objekt befindet.” Nach zwei weiteren Wochen Training könne man den Unterschied zwischen einem Baum und einem Fußweg erkennen. Mit der Zeit konnten die zehn Probanden sogar geometrische Formen von Objekten “hören” - ganz ähnlich wie ein Sonar in der Schifffahrt.
[...]
Auch “Sehende” können laut der Wissenschaftler von der “Echolot-Fähigkeit” profitieren:
[...] Man stehe erst am Anfang der Erforschung der Echo-Ortung, betonen die Wissenschaftler. Die Methode könne nicht nur Blinden helfen, ihre Umgebung zu sehen, sondern auch Feuerwehrmännern, um durch Rauch zu schauen, [...]
[Quelle: SpOn]
…ich bin gespannt wann die ersten Feuerwehrleute mit Helm, Druckluftflasche und Schutzmaske das Zungenschnalzen beginnen…
Wenn jemand mich zufällig demnächst im nahegelegenen Wald schnalzend vor einem Baum sehen sollte - ich übe nur!
Text in english @ barcelonareporter