Langsam wird es eng - das merkt nicht nur unser Kind, welches nun jeden Tag mehr wächst und weiteren “Bauchraum” für sich beansprucht, das merkt besonders meine liebe Freundin, der jeden Tag ein Kleidungstück weniger passt…
Der Countdown läuft, die Tage bis zum “errechneten Termin” werden gezählt. Jetzt beginnt die “heisse Phase”. Besonders Abends und Nachts macht sich unser Nachwuchs kräftig bemerkbar und gibt deutliche Klopfzeichen. Liegt die werdende Mutti auf der linken Seite, so passt es dem Bauchbewohner nicht und “zwingt” kurzerhand “Fräulein Kugel” zu einem Seitenwechsel…
Inzwischen sind auch alle Vorbereitungen getroffen/abgeschlossen:
Das Babyzimmer ist komplett eingerichtet (vielen Dank an alle fleissigen Helfer, besonders an Olli E.!), sämtliche Literatur wurde gelesen (viele gute, einige nicht so gute Bücher - unten mehr davon), Nadine hat den Hechelkurs mit bravur “bestanden” und mittlerweile dürften alle Freunde und Bekannten die “Veränderung” mitbekommen haben…
Was erwartet uns? Womit müssen wir rechnen? Auf was haben wir uns da bloss eingelassen? Wie “funktioniert” solch ein Familienleben? Kann ich weiterhin meine Simpsons sehen? Wieviele Pampers verbraucht so ein Zwerg auf hundert Kilometer in der Stunde am Tag? Wann fällt der Nabel ab? Und stinkt Kindspech? …Viele Fragen schwirren uns seit jeher durch den Kopf, viele Antworten haben wir schon gefunden…
Neben der klassischen Rettungsdienstliteratur wie zum Beispiel:
und…
…geben uns auch die (zumindest unter Schwangeren) allseits bekannten Werbebücher von Nestle (“9 Monate voller Sicherheit und Genuss”), von Alete (“Der Weg ins Leben”) und einiger Krankenkassen (z.B. Barmer: “Eltern sein - die ersten Jahre”) wertvolle Informationen rund um das grosse Thema Schwangeschaft und Baby.

Unverzichtbar hingegen sind folgende Bücher:

Seit Beginn “unserer” Schwangerschaft begleitet uns nun dieses Buch (chronologisch, übersichtlich - mit jeder Menge Serviceteilen etc.) und lässt kaum eine Frage offen.

In diesem Buch geht es nicht nur (wie der Titel verlauten mag) ums Stillen ansich. Detailiert wird auch alles “drumherum” sehr gut beschrieben. Seit den achtziger Jahren (immer wieder aufbereitet) ein Bestseller!

Männer sehen vieles anders - mit diesem Buch werden den zukünftigen Vätern viele Sorgen genommen. Von der Schwangerschaft über die Geburt bis ins erste Lebensjahr wird “Papa” informativ begleitet. Chronologisch und übersichtlich werden viele Bereiche und Situationen (männerfreundlich - mal sehr spassig, mal ernst, aber immer deutlich erklärt)
Weiterhin möchte ich auf das “Prager Eltern-Kind-Programm“, kurz: PEKiP, aufmerksam machen. Hierbei handelt es sich keinesfalls um irgendsoein “Hippiekrams” o.ä. - “Die Spiele und Anregungen der …PEKiP unterstützen ihr Baby dabei, seine körperlichen, geistigen und sozialen Fähigkeiten zu entfalten - sie sind aber nicht dazu da, seine Entwicklung zu beschleunigen….” und “…sie geben ihm jeweils nur eine kleine Anregung, den Rest macht ihr Baby selbst…” sind Auszüge aus “PEKiP: Babys spielerisch fördern (GU-Verlag).
Zum Schluss noch ein kleiner Tipp zum Namen unseres Nachwuchses: In diesem Büchlein ist er zu finden… (darauf gekommen sind wir allerdings ohne literarische Hilfe)
“Bücherliste” - links auf >weiterlesen< klicken!
Alle im Text genannten Bücher (und einige mehr…):





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01.04.2006
Es ist schon traurig, wenn ich so manchen Einsatz Revue passieren lasse und mich immer wieder fragen muss, weshalb und wofür überhaupt ein Rettungswagen mit Blaulicht und Martinshorn herbeigeeilt ist.
Da wäre das (natürlich mitten in der Nacht) zahnende Baby mit seinen schlaflosen und überforderten Eltern, der betrunkende Obdachlose, der scheinbar bewusstlos in der S-Bahn seinen Rausch geniesst ausschläft, die allein lebende ältere Dame, welche sich Nachts fürchtet und einen Gesprächspartner sucht, der 40ig jährige Sohn, der Angst hat wie damals sein Grossvater an einem Herzinfarkt zu sterben… und viele mehr…
Sicherlich befinden sich alle diese Hilfeersuchenden in einer Ausnahmesituation und doch werde ich das Gefühl nicht los, als ob in den letzten Jahren die “Hemmschwelle”, die Notrufnummer anzuwählen gesunken sei…
Nicht selten fühle ich mich als “Blaulichtaxi” missbraucht (besonders von bestimmten Pflegeheimen), das Anspruchsdenken einiger “Patienten” löst bei mir Kopfschütteln aus und die Kategorie “Notfall” fängt heutzutage leider bei eingerissenen Fingernägeln und Blähungen an.
Ich möchte mich nicht beschweren, dass ich spät Nachts oder früh morgens “raus” muss - das gehört zu meinem Beruf, aber ich möchte an die (leider schwindende) Vernunft appellieren:
Erst nachdenken, dann anrufen!
Etwas mehr Aufmerksamkeit (z.B. in der Nachbarschaft), ein wenig Hilfsbereitschaft (jedem gegenüber!) und vor allem mit Verstand und Ruhe den Alltag wie auch Ausnahmesituationen meistern - das wünsche ich mir zukünftig…
(lies hier weiter…)