Status6

15.10.2009

apps, devices, widgets… mobiles Leben

Die geringe Postingfrequenz in diesem blog lässt sich schnell erklären:

Seit ich Android-User bin (anfangs eines “G1″, mittlerweile trage ich ein HTC Magic mit mir herum) bin ich auch unterwegs ständig vernetzt. Mittlerweile sind mir emails & chats lieber als SMS und MMS. So kommt es, daß ich seit einiger Zeit meinen twitter-account wieder entdeckt habe und weitaus mehr “zwitscher” als blogge - zum Leidwesen meiner status6.de-Besucher. Mit Ende der Sommersaison habe ich nun doch wieder etwas Zeit “über” mich auch ab und zu ans weblog zu setzen…und versuche mich diesbezüglich zu “bessern”.

Neben der lieben Familie, der Haus- und Gartenarbeit und meinem eigentlichem Beruf bleibt halt nicht allzuviel Zeit zum bloggen - da sind mir die “mobilen Applikationen” ganz recht… Zumal beinahe jeden Tag neue interessante dazukommen…

…und dann darf man ja die “alten Medien” nicht vernachlässigen… ;-)


12.10.2009

“Im Notfall” vs. Tastensperre - 0:1

Seit einigen Jahren gibt es u.a. in England die Idee für Rettungskräfte eine private “Notfallnummer” von Bekannten oder Angehörigen auf dem Mobiltelefon zu speichern. Anfangs fand ich die Idee auch gar nicht schlecht: Unter dem Kürzel “ICE” (steht für In Case of Emergency”) plus dem Namen der anzurufenden Person ist im Telefon des Patienten ein schneller Kontakt für Retter im Fall der Fälle möglich. Das ganze gibt es ebenfalls auf deutsch und nennt sich “IN” (steht für Im Notfall”).

Als Android-Telefon-Besitzer weiss ich genau wie iPhone-Nutzer, dass es mittlerweile jede Menge mobile Telefone gibt, nicht nicht einfach mit “Entsperren-Raute” (o.ä.) freigeschaltet werden können. Demnach ist die Idee mittlerweile überholt und nicht mehr nutzbar.

Ausserdem frage ich mich als “professionelle Rettungskraft” wirklich, ob ich nun unbedingt einen Kontakt zu irgendwelchen Bekannten oder Verwandten sofort benötige - ich kann notfalls auch ohne Fremdanamnese arbeiten. In Deutschland ist das Mitführen eines Personalausweises leider keine Pflicht, dennoch trugen die meisten meiner Patienten, bei denen die Identität im Nachhinein wichtig war, ihren Ausweis im Portemonai (zu 90% in der Hosen- oder Jackentasche, bei Frauen meistens in der Handtasche). Bei diesen Personen handelte es sich oftmals um bewusstlose, stark betrunkene oder verstorbene Patienten. Dank unbürokratischer Amtshilfe durch die Polizei findet man relativ schnell Angehörige heraus.

Zudem habe ich bisher noch NIE(!) in irgendeinem fremden Patiententelefon herumgeschnüffelt, geschweige denn ich hatte die nötige Zeit dazu…

Auf Twitter kam die Frage auf, was ich gegen “ICE” hätte bzw. ob ich andere Vorschläge habe - hier (m)eine kleine Auswahl:

  • Status6 Mein Notfalltipp(1): immer Ausweis od Führerschein, spez. Allergien u Medies sowie TelNr von Angehörigen auf Zettel im Portemonaie.
  • Status6 Notfalltipp(2): den Freunden u evtl. Arbeitskollegen von besonderen Erkrankungen erzählen (zB Diabetes oä)
  • Status6 Notfalltipp(3): wer möchte kann sich einen #Organspendeausweis einstecken - darin stehen neben eigener Adresse auch Angehörige etc.
  • Status6 Notfalltipp(4): bei speziellen oder multiplen Erkrankungen wäre auch eine Kopie eines aktuellen Arztbriefes im Portemonaie nicht schlecht…

Meine Eltern zum Beispiel haben eine selbstgestaltete “Notfallkarte” im Portemonaie. Sie ist leuchtend orange (also keinesfalls zu übersehen) und beinhaltet neben Kontaktdaten zu Angehörigen auch Vorerkrankungen, Allergien und Medikation - eine wirklich gute Sache!!

UPDATE: Florian Franz alias makes_sense hat noch eine gute Anmerkung:

  • @Status6 Jeder SOLLTE einen #Organspendeausweis haben: Kann ja auch “nicht spenden” wählen. Kein Angehöriger sollte das entscheiden müssen.

Recht hat er! Den Ausweis gibt es übrigens hier als pdf zum selbst ausdrucken! (Weitere Infos hier).

Dennoch begrüsse ich natürlich, dass es Leute gibt, die sich Gedanken darüber machen und möchte mit diesem Text keinem von “ICE” oder “IN” abraten… (…es muss sich halt noch durchsetzen…)


24.08.2009

Remmidemmi in Marne

Oh man. Was hab ich lang nicht mehr hier gebloggt…

Das lag wohl daran das ich soooo viel um die Ohren hatte in letzter Zeit. Da war die Arbeit, die Festivals und die Arbeit auf den Festivals…

Das Wacken Open Air war klasse dieses Jahr - Der Rettungsdienst-Nachtdienst hat viel Spass gebracht und die privaten Abende ebenso. Wenn ich irgendwann mal Zeit finde gibt es auch ein paar Fotos. Ein besonderes Erlebnis war mein Backstageausflug zu Motörhead und mein “persönlicher Auftritt” auf der Black-Metall-Bühne (eine der Hauptbühnen) während der Umbaupause…

Aber nicht nur in Steinburg kann es laut werden - die Dithmarscher sind ebenso für feuchtfröhliche Parties Gelage bekannt: Dieses Jahr gab es mal wieder ein “Familientreffen” in Marne auf dem DITHMARSCHER (REINSTELL-) ROCKFESTIVAL. Alle waren dort: 5Bugs, Pinboys, Revolverheld, Luigi, One Fine Day und wir natürlich.

Backstage floss das Bier in (un-)Mengen und die Stimmung war absolute spitze!

OFD haben dort eine kleine Erinnerung auf Video geschnitten:

Wie ihr sehen könnt habe ich wirklich viel um die Ohren…


12.07.2009

Leben mit der “Egoshooter Krankheit”

Amerikanische Mediziner haben nun eine neuartige Krankheit erforscht:

(lies hier weiter…)


03.07.2009

Mit den Ohren sehen…

Schwer vorstellbar, aber der spanische Wissenschaftler Juan Antonio Martínez hat an mehreren Probanden die menschliche Möglichkeit der “Echo-Ortung” erprobt. Tatsächlich soll es ihm gelungen sein, den Studenten das “Sehen durch Hören” (ähnlich wie bei der Technik in U-Booten) beizubringen. Anstoß für die wissenschaftliche Arbeit war u.a. ein amerikanischer (mittlerweile verstorbener) blinder Jugendlicher, dem es möglich war, trotzt seiner absoluten Blindheit z.B. Rad zu fahren. Interessantes Video darüber: (Youtube-)Link.

Doch nicht nur Blinde können diese Fähigkeit erlernen:

[...] Nach Aussagen des Forschers kann im Prinzip jeder Mensch die Echo-Ortung erlernen. “Zwei Stunden Training pro Tag für einige Wochen reichen, um zu erkennen, ob sich vor einem ein Objekt befindet.” Nach zwei weiteren Wochen Training könne man den Unterschied zwischen einem Baum und einem Fußweg erkennen. Mit der Zeit konnten die zehn Probanden sogar geometrische Formen von Objekten “hören” - ganz ähnlich wie ein Sonar in der Schifffahrt.

[...]

Auch “Sehende” können laut der Wissenschaftler von der “Echolot-Fähigkeit” profitieren:

[...] Man stehe erst am Anfang der Erforschung der Echo-Ortung, betonen die Wissenschaftler. Die Methode könne nicht nur Blinden helfen, ihre Umgebung zu sehen, sondern auch Feuerwehrmännern, um durch Rauch zu schauen, [...]

[Quelle: SpOn]

…ich bin gespannt wann die ersten Feuerwehrleute mit Helm, Druckluftflasche und Schutzmaske das Zungenschnalzen beginnen…

Wenn jemand mich zufällig demnächst im nahegelegenen Wald schnalzend vor einem Baum sehen sollte - ich übe nur!

Text in english @ barcelonareporter


26.06.2009

Rettungsdienst - reine Gewöhnungssache

…woran ich mich gewöhnen muss:

Nach über sieben Jahren reiner Stadtrettung in Pinneberg (Grossrettungswache mit mehreren RTW und einem NEF) arbeite ich nun seit knapp einem Jahr im Kreis Steinburg. Im Gegensatz zur RW 31 (Pinneberg) bin ich in meinem neuen Heimatverbund nicht nur auf einer Rettungswache sondern als sog. “Springer” auf allen Wachen im Kreis Steinburg tätig. Vorrangig arbeite ich zwar auf der “Hauptwache” in Itzehoe - ebenfalls Stadtrettung (ähnlich wie Pinneberg od. Elmshorn: viele kurze Einsätze, regelmässig keine Mittagspause etc), ab und zu rette ich aber auch auf Aussenwachen: Kellinghusen, Glückstadt, Nordoe und Büchsenkate…

RTW auf Planet Alsen Landrettung 6



Außerhalb von Itzehoe dreht sich (fast) alles um die Landwirtschaft. Kühe, Pferde, Schafe, Heu… Plötzlich spricht die Mehrheit meiner Patienten nicht mehr türkisch wie in Pinneberg sondern Plattdeutsch. Der Senior-Bauer ruft erst an wenn “das Bein schon ab ist” und der Notarzt braucht eine ganze Weile bis er hier draussen die entlegensten Einsatzorte erreicht (in Pinneberg/Elmshorn/Itzehoe dauert das meistens keine fünf bis zehn Minuten). Oder der Notarzt kommt aus der Luft (via Rettungshubschrauber aus HH od. RD), aber selbst dann braucht er ewig - im Vergleich zu meiner ehemaligen Stammwache. Ausserdem sind “auf dem Land” die Anfahrtswege extrem länger. Bis letztes Jahr empfand ich die Strecke Pinneberg-Wedel als recht lang… Pustekuchen! Darüber lache ich heute. So manche Patienten sollten es sich wirklich nocheinmal überlegen so sehr abseits zu leben - aber das gehört dazu: Wer abgeschieden wohnen möchte, den erreichen wir auch nicht so schnell wie in der Stadt. Hilfsfristen einhalten wird da zur neuen Herausforderung! “In der Stadt” habe ich mir darüber nie wirklich Gedanken gemacht…

Verkehrsunfall Landrettung 3

31 und 21 (und 22, 23, 24, 25) - Die Arbeitsweisen ähneln sich sehr - bedingt durch den gemeinsamen Arbeitgeber. Regionale Unterschiede kräftigen den Zusammenhalt (z.B. “steinburger Tragestuhl” oder “pinneberger 31-Nadel”) und gemeinsame Arbeitsgruppen, Fortbildungen und Feiern lassen die (Kreis-)Grenzen schwinden.

Ob Stadt-, Land- oder Sonstwelche Rettung: Wir machen alle Rettungsdienst. Nur ist es auf einigen Wachen (z.B. in Büchsenkate) manchmal noch entspannt dabei…

NEF 21 Einsatz Landstrasse

Ich bin froh, dass ich über verschiedene Wachen wechsel - so habe ich manchmal eine “ruhige Nacht” (ja, die gibt es!) und andererseits wird es nicht langweilig.

PS: Schönen Gruss von der Rettungswache Büchsenkate…

(ich begebe ich dann mal in die “Ruheposition”)

…und für die Eingeweihten: NUKULAR!

;-)


09.06.2009

Wie das Leben so spielt…

…und gespielt wird.

Eigentlich hasse ich sie: Zeitfresser.

Aber einmal begonnen packt mich immer wieder die Sucht und ich kann es einfach nicht lassen. Ob als Mafiosi via G1 oder als Patsche im Web. Demnächst teste ich zudem ein amerikanisches Fortbildungsspiel für den präklinischen Bereich

Besonders sämtliche Defensegames haben es mir angetan (aktuell: Retro Defense Lite & Robo Defense Free auf android). Auch zeitraubend: Battle for Mars Lite.

Hat jemand eine gute Ersatzdroge für mich?!


04.06.2009

“Dabei bin ich doch immer so vorsichtig…”

von Kai Anders in Alles, Rettungsdienst und Co

…sagte der angetrunkene Patient (laut eigenen Angaben ca. 6-7 Bier), welcher in einer sehr unaufgeräumten Garagenecke um kurz vor Mitternacht im Kerzenlicht (die Lampe war defekt) mit einer mördermässig grossen Kreissäge (Modell Sägewerk) mal eben schnell etwas Brennholz für einen kuscheligen Abend sägen wollte.

Sägeblatt - photo by fangleman

photo by fangleman

Kuschelig hatte er es kurze Zeit später auf der Strykertrage unseres Rettungswagens auf dem Weg in eine Handchirurgische Spezialklinik nach Hamburg in Begleitung des Notarztes. Die fehlenden Finger habe ich auch im MagLite-Licht nicht mehr finden können - vermutlich hat sich der Hund über das “Leckerli” gefreut…


03.06.2009

Das “beste Stück”

von Kai Anders in Alles, Rettungsdienst und Co

Wärend andere mit der Praktikantin über alte Kommunikationswege von Panama träumen

Starke Blutung am besten Stück des...

...Mannes

…mussten wir mal eben eine “nicht alltägliche Blutung” stoppen.


28.05.2009

Ab 1. Juli kein anonymer Notruf mehr möglich

Aufgrund etlicher falscher Notrufe und einer Änderung der Notrufverordnung zum Telekommunikationsgesetz ist ab dem ersten Juli kein Notruf mit Mobiltelefonen ohne eingelegter UND aktivierter SIM-Karte mehr möglich.

Das kommt davon - als Kind wurde mir stets eingebleut:

Rufe nicht um Hilfe wenn du keine benötigst,

ansonsten kommt irgendwann niemand mehr

wenn du wirklich Hilfe brauchst…

- So ist es jetzt mit den SIM-freien Handys. Viele Leute hatten bisher ein altes Mobiltelefon ohne SIM im Auto oder am Nachtschrank liegen um im Notfall darüber Hilfe zu holen - das ist ab Juli endgültig vorbei

Schade, dass ein paar Chaoten (relativ gesehen) nun für eine solche Sicherheitseinbußung sorgen.

Übrigens (um zukünftigen falschen Notrufen vorzubeugen): Die “Rufnummernunterdrückung” ist wirkungslos: Polizei-, Feuerwehr- und Rettungsleitstellen erfahren trotzdem die Mobilnummer!

[via: Heise]


21.05.2009

Steifes Bein als sicheres Todeszeichen?

Dieser Chefarzt steht wirklich hinter seinen (Not-)Ärzten - Gestern hiess es auf ZDF.de: “Notarzt stellt Totenschein für Lebende aus“.

Ein 33 Jahre junger Notarzt (NA) hatte sich von von der Hypothermie einer alten Patientin täuschen lassen und hatte diese dann versehentlich als tot erklärt:

Der junge Notarzt fand die 89-Jährige nach Angaben der Staatsanwaltschaft leblos. Er fasste sie an und stellte fest, dass sie sich kalt und starr anfühlte. Allerdings wusste er nicht, dass sie ein steifes Bein hatte - eventuell irrte er sich deswegen.

Kalt und steif? Ein sicheres Todeszeichen wäre die Totenstarre, die “kalte Haut” hingegen gilt als (z.T. sehr) unsicheres Zeichen - die “Leichenkälte” (Algor mortis) tritt erst nach einigen Stunden auf…

Gerufen wurde der NA aufgrund eines Sturzes der alten Dame. Dabei hatte sie laut ZDF.de “schwere Hirnblutungen” erlitten, welche “…sie auch bei sofortiger medizinischer Hilfe nicht überlebt hätte…”:

Die Seniorin war [...] in ihrem Badezimmer gestürzt. [...] Als morgens die Jalousien noch heruntergelassen waren, schlugen [die Nachbarn] Alarm.

Erst der Bestatter bemerkte beim umbetten in den Sarg, dass die Patientin noch lebte:

Als dieser die Frau in den Sarg legte, bemerkte er ein leichtes Atmen - und alarmierte sofort den geschockten Notarzt, der die Frau diesmal umgehend ins [...] Klinikum bringen ließ.

Besonders an der ganzen Geschichte - welche sich ähnlich bestimmt schon desöfteren in Deutschland abgespielt haben könnte - finde ich die Reaktion des ärztlichen Direktors:

Der 33 Jahre alte Notarzt, dem der Fehler unterlief, ist weiter im Einsatz. Es gehe dem Arzt zwar nicht gut, aber er habe bislang sehr gute Arbeit geleistet. “Er genießt mein vollstes Vertrauen”, betonte der Klinikchef.

Das der “Chef” seinen Ärzten den Rücken stärkt ist vorbildlich aber leider nicht überall selbstverständlich!

Dennoch frage ich mich, weshalb zusätzlich zur palpatorischen Untersuchung kein EKG angelegt wurde?

[der gesamte Text auf ZDF.de]


15.05.2009

Bilder von der RETTmobil

Vor einigen Tagen war ich auf der RETTmobil - einer Fachmesse für Rettungsdienst und Co. Hier nun einige Eindrücke…

Über die Einführung des Rucksacksystems sind besonders die “Koffergewöhnen” Kollegen nicht gerade begeistert. Das neuartige Rucksack-Koffer-System ist meiner Meinung nach eher ein Kompromiss als wirklich ernst zu nehmen - die Koffer werden einfach “auf die leichte Schulter genommen”…

Koffer auf demRücken tragen

Das neuartige Koffer-Rucksack-System - eher Notlösung als wirklich ernst zu nehmen?

Weitere Bilder…

Spineboard Schau mir in die Augen... Einsatzkleidung in allen Farben Feuerwehr-RTW

(lies hier weiter…)


13.05.2009

(wenig) Neues auf der RETTmobil 2009

…gerade im T5-Shuttle auf der A7 Richtung Heimat unterwegs. Erstes Feedback von der RETTmobil in Fulda: wenige wirkliche Innovationen im Rettungsdienst. Na klar - es gbt die neue Laerdal SimMan G3 - Simulationspuppe, eine neue und kleinere Version des EZ-IOs, jede Menge Spineboards usw. (Ich habe mein Augenmerk nur auf den rettungsdienstlichen Bereich gelegt) Wirklich bahnbrechende Neuerungen gab es nicht - oder ich habe sie schlicht übersehen…

Interessant fand ich das neuartige Hemostatische Granulat “Celox” welches im Gegensatz zum klassischen “QuickClot” bei der Anwendung keine Hitze entwickelt und zudem wesentlich leichter aus der Wunde herauswaschbar ist. Ausserdem gibt es eine neue Version vom “SamSplint”, mit angenehmeren Tragekomfort etc.

Der “Notfallwärmer” für jeweils zwei Infusionen ist durchaus diskussionswürdig: garantierte 37 Grad Celsius sind nicht zu verachten - im tiefen Winter bringt auch ein Wärmefach nicht mehr viel, sofern der Patient nicht in der direkten Nähe des Rettungswagen liegt…

Das neue tragbare Beatmungsgerät “Weinmann transport” ist genauso wie alle aktuellen Defibrillatoren (”LifePack 15″, “Philips Laerdal MRX”, “Corpuls 3″ und “Zoll E-Serie”) sind wie viele andere Geräte testbar. Bei meinem ersten Besuch dieser Fachmesse vielen mir die unendlich vielen Anbieter von Taschen- und Rucksacksystemen auf. Ins Auge fiel allerdings ein - zunmindest für mich - völlig neuartiges System…
…aber dazu morgen mehr (dann gibt es auch die passenden Bilder dazu!)


13.05.2009

RETTmobil in Fulda

Ich werde dieses Jahr das erste Mal in Fulda die Rettungsdienst- und Medizinmesse “RETTmobil” besuchen. Dank einer grossen Firma welche u.a. Simulationspuppen für Rettungsdienst und Klinik herstellt (sowie in Kooperation mit einer weiteren grossen Firma grossartige Defibrillatoren anbietet) halte ich eine Einladung (und damit die Eintrittskarte) in meinen Händen. Zudem kostet mich die Anfahrt nichts - Fulda, ich komme!

Ist noch jemand bekanntes anwesend?
Ich bin via G1 den gesamten Tag über meine private Email erreichbar, oder via gtalk”KaiAnders”, ab und zu via skype “status6″…

Wer Lust auf Plaudern hat - einfach antiggern!


10.05.2009

Rettungshubschrauber zum dritten Geburtstag

Meine Tochter wurde vor kurzem drei Jahre!

Am Samstag wurde mit Rasselbande und Co Kindergeburtstag (nach)gefeiert - ein Abenteuerpicknick am nahegelegenen See. Geschenke gab’s natürlich auch von den eingeladenen Kindern - bei einem davon kam ich einfach nicht drumherum dieses hier zu bloggen: (lies hier weiter…)


07.05.2009

Reisepläne? - Infos zur aktuellen Influenza-Epidemie

Don’t forget the Oseltamivir

Eine aktuelle Schweine.. Mexico.. Grippe H1N1-Karte gibt es hier.

Übrigens - Schutzmaßnahmen bei H1N1-Verdacht:

Das Tragen von Atemschutzmasken ist nur sinnvoll, wenn es sich um Masken handelt, die den ungefilterten Lufteinstrom ausreichend vermindern, wie z.B. FFP3-Masken. Einfache Gesichtsmasken (Mundschutz) sind als Schutzmaßnahme unwirksam, da sie den Atemstrom nicht filtrieren, sondern Luft frei an den Seiten ein- und austreten kann.

Schutzausrüstung: Schutzkittel, Einweghandschuhe [...] eine geeignete Schutzbrille und geeigneter Atemschutz (FFP 3,[...])

“5 Stück FFP3 Masken von 3M Schweinegrippe Schutz H1N1″ für stolze 16,95€…

Weitere Infos:

Nachrichtensammlung vom “Schweinegrippe-Suchdienst”, Komplette (offizielle)  Info-Liste vom RKI und der wikipedia-Eintrag zur Mexicogrippe.


07.05.2009

Jetzt auch in Steinburg…

H1N1

…zumindest der VERDACHT -

so lange bis das Klinikum das Gegenteil beweist müssen die Kollegen in Vollschutz schwitzen…


07.05.2009

ITLS Advanced - viele neue Innovationen

Im Nachhinein kann ich sagen, daß ich die ITLS Advanced Fortbildung recht interessant und nicht nur zeitmanagemässig eine der besten Fortbildungen im Rettungsdienst überhaupt finde (und diese Meinung habe nicht nur ich). Neben der theoretischen Wiederholung des Buches, welches jeder Teilnehmer zuvor gelesen haben sollte (knapp 450 Seiten A4), sind besonders die Praxisübungen eine gute Auffrischung bzw. eine tolle neue Erfahrung. So konnte ich zum Beispiel an einem Gummimodell das erste Mal eine Koniotomie durchführen (auf die klassische Art: mit Skalpell und Tubus), eine Jugularis externa punktieren oder einen Spannungspneumothorax durch eine Punktion mittels einer langen Kanüle entlasten…

Spineboard incl. Kopffixierung und Klettgurtsystem, sowie Beckenschlinge “SamSling“, Torniquets und der EZ-IO (”Akkuschrauber” für intraossären Zugang - derzeit auf einigen hamburger NEFs im Test, sowie auf diversen RTHs bereits im Einsatz, Video s.u.) waren überaus interessant und die Anwendung ist verinnerlicht. Mein persönlicher Favorit war die “Kissen-Beatmungsmaske” - eine Maske für alle Patientengrössen und -anatomien. Auch Bartträger sind damit kein Problem mehr. Das hochgelobte “QuickClot” als “letztes Mittel” nach erfolglosem Druckverband etc. fänd’ ich auch ok. Youtubelink QuickClot (Achtung: sehr BLUTIG!)

Alles in allem waren die beiden Tage vollgestopft mit interesanten Innovationen, einige werden sicherlich (hoffentlich) demnächst von meiner Firma übernommen. Wenn man es nicht zu eng sieht, den typischen USA-Hintergrund einmal übersieht und nicht zu engstirnig an “alten Sitten und Gebräuchen” festhält, kann jeder Rettungsdienstler einige wirklich gute Ideen mit seiner bisherigen Arbeitsweise verknüpfen.

…den EZ-IO habe ich ebenfalls getestet (allerdings an einem Knochenmodell - obwohl die Anlage nicht mehr oder weniger schmerzen soll als die Punktion durch eine grosse Veneverweilknüle…).


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